norddeutsche sinfonietta

28. August 2021  17:00 Uhr  Auferstehungskirche Glücksburg

Aufgrund der aktuellen Situation musste dieses Konzert leider verschoben werden. Fuga y misterio Piazzollas 100* & das Geheimnis der Fuge

Astor Piazzolla: Picasso

Astor Piazzolla: Chau París

Astor Piazzolla: Coral – attacca

Johann Sebastian Bach: Jesu bleibet meine Freude (Arr.: Christian Gayed)

Johann Sebastian Bach: Konzert d-Moll, BWV 1060R für Oboe, Violine, Streicher und B.C., II. Satz: Adagio, Solovioline: Jonte Schröder

Astor Piazzolla: Homenaje a Cordoba

Francisco Prancanico: Alhucema

Johann Sebastian Bach: Air aus der III. Orchestersuite D-Dur, BWV 1068

Astor Piazzolla: Oblivion

Astor Piazzolla: Adiós Nonino

Johann Sebastian Bach: Ricarcar á 6 aus dem Musicalischen Opfer

Astor Piazzolla: Fuga y misterio

Astor Piazzolla: Libertango

norddeutsche sinfonietta

AUFGRUND DER AKTUELLEN PANDEMIE-SITUATION UND DER DADURCH BISHER NICHT ERHALTNEN GENEHMIGUNGEN DURCH DIE BEHÖRDEN UND DIE KIRCHENLEITUNG MUSSTE DIESES KONZERT BIS AUF WEITERES VERSCHOBEN WERDEN:

 

Mit Astor Piazzolla wollen wir dem Begründer des Tango Nuevo und damit einen der einflußreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts zum 100. Geburtstag gratulieren.  Vergleichbar vielleicht nur mit George Gershwin oder Leonard Bernstein gelang es ihm, die Musik der ‚einfachen Leute‘ mit der der bourgeoisen Hochkultur zu verbinden. 

Der Tango, eine wirklich wilde Mischung aus den Shantys der Hafenarbeiter, der Musik der schwarzen Sklaven, den Liedern der Gauchos, der kubanischen Habanera, polnischen Mazurka und böhmischen Polka, erwuchs im ausgehenden 19. Jhdt. in den Zwillingsstädten Buenos Aires und Montevideo. Ebenso bunt war die Instrumenten-Mischung der Kapellen – mit spanischer Gitarre, deutschem Bandoneon, italienischer Geige und Mandoline…  Großgeworden in den Kaschemmen und Bordellen der Hafenstädte am Rio de la Plata in einem Milieu, das von Kleinkriminalität, Prostitution, von Arbeits- und Hoffnungslosigkeit geprägt war, eroberte er, durch die Hafenlage ebensosehr wie durch den Beginn der neuen Aufnahmetechnik begünstigt, noch vor dem ersten Weltkrieg die Salons und Bars von Paris und mithin ganz Europas.

Piazzolla, als Sohn italienischer Einwanderer 1921 in Buenos Aires geboren, wuchs in New York auf. Er erbte die Liebe zum Tango von seinem Vater, der dem Neunjährigen ein Bandoneón schenkte. Er arbeitete schon früh mit den großen Tangoorchesterleitern Carlos Gardel und Aníbal Troilo zusammen, während er sich ebensosehr für J.S. Bach und Jazz interessierte. Über den Umweg eines Kompositionsstudiums in Paris fand er zum Tango zurück, den er nun revolutionierte. Statt eines Orchesters gründete er eine Band; ohne Gesang – und damit ohne die herzergreifenden Geschichten –, dafür mit E-Gitarre und Schlagzeug verband er seine Musik mit Kontrapunktik und Taktwechseln, die so als untanzbar galt. Das war – gegen viele Widerstände der Traditionalisten – die Geburtsstunde des Tango Nuevo. 

Während der Militärdiktatur der 70er Jahre zog sich Piazzolla nach Italien und Paris zurück, wo sein Tango für die Exilargentinier identitätsstiftend wirkte. Damit war der Tango Nuevo endgültig in Europa angekommen!

Die norddeutsche sinfonietta kombiniert hier bekannte und weniger bekannte Tangos Piazzollas (Libertango, Picasso, Oblivion, Coral, Fuga y Misterio, Ciao Paris …) in einem echten Kontrapunkt mit Musik Johann Sebastian Bachs (Air, ‚Musikalisches Opfer‘, Doppel-Konzert für Ob/Vl…)

Rocco Heins gehört zu den großen europäischen Solisten des Bandoneón. Mit dem Sexteto Canyengue war er weltweit auf Tournee, gründete diverse Tango-Ensembles, schrieb anspruchsvolle Filmmusiken und ist als Studiomusiker gefragt. Seine CD mit dem „Cuarteto SolTango“ wurde beim Deutschlandfunk aufgenommen und vom Musikmagazin Rondo in einer begeisterten Kritik gewürdigt: »Fährt unweigerlich in die Beine.«

Die norddeutsche sinfonietta fördert talentierte jugendliche Musiker: Im Rahmen einer Orchesterwerkstatt können diese gemeinsam mit erfahrenen Profimusikern ihr stilistisches und technisches Können und insbesondere das komplexe Zusammenspiel in einem professionell agierenden Klangkörper kennenlernen bzw. weiterentwickeln.

Als besondere Maßnahme der Jugendförderung hält die norddeutsche sinfonietta den Eintritt für Kinder bis zwölf Jahren frei, jugendliche Schüler/Studenten erhalten stark ermäßigt Eintritt für 5,- € (statt 15,- €).
 


Preise
Erwachsene 15,–
Mitglieder 10,–
Studenten 5,–
Kinder frei

Bitte beachten Sie auch unseren Abonnement-Preise.

Konzertübersicht